Das Funktionsprinzip des Dream Medi 7500 beruht
auf elektrophysiologischen und bioelektromagnetischen
Vitalprozessen. Dazu muss man folgendes wissen.
Die biologische
Elektrizität, Rhythmen und Regulation:
Der Mensch und auch alle Tiere
sind elektrische Lebewesen. Alle Funktionen,
vor allem des Nervensystems, laufen auf der
Grundlage rhythmischer elektrophysiologischer
Vorgänge ab. Täglich erleben wir
in der medizinischen Diagnostik die Registrierung
des EEG (Elektroenzephalografie), EKG (Elektrokardiografie),
EMG (Elektromyografie, Muskelelektrizität),
EDA (elektrodermale Aktivität) usw. Die
Grundlage für die Entwicklung der Elektrizität
im Organismus sind die Elektrolyte (Mineralien)
sowie der Energie- und Informationsaustausch.
Die Grafiken (Gramme) dieser elektrophysiologischen
Vorgänge äußern sich in Wellenform.
Für die Hirnelektrizität sind folgende
Wellen typisch.
Abbildung
15:
EEG-Wellentypen von jeweils fünf verschiedenen
gesunden Personen
Die einzelnen Wellentypen
charakterisieren Funktionszustände des
Menschen: Beta- Wellen charakterisieren gesteigerte
Aufmerksamkeit, Stress, Erregung. Alpha-Wellen
reflektieren relaxierte Wachzustände.
Theta-Wellen widerspiegeln Übergangszustände
von Wach zu Schlaf, z. B. Meditation, Hypnose.
Delta-Wellen sind charakteristisch für
den Tiefschlaf.
Zu erwähnen
wären noch die Frequenzbereiche des EEG:
Deltawellen
0,5 (1,0) – 3,5 (4,0)Hz bis 150 mV
Thetawellen (3,5) 4,0 – 7,0 (7,5) Hz
~ 75 mV
Alphawellen (7,5) 8,0 – 12,0 Hz bis
75 mV
Sigmawellen 10-14 Hz (Schlafspindeln)
Betawellen 13-30 Hz < ~ 75 mV
Die EEG-Wellen liefern uns
in ihrer Frequenz- und Amplitudenvariabilität
auch die verschiedenen Schlafstadien. Wir
können also mittels des EEG beim Menschen
Vigilanzzustände (Wachheitsgradszustände)
objektiv bestimmen. Das gleiche ist mit der
Frequenzvariabilität des Herzrhythmus
möglich. Des Weiteren liefern uns das
EMG 25 (Elektromyogramm = Muskelströme)
und das OEG (Augenmuskelbewegungen) Informationen
über psychophysiologische Funktionszustände.
Auf dieser elektrophysiologischen
Grundlage wurde nach einem Analyseverfahren
[Rechtschaffen und Kales 1968] ein internationaler
Standard geschaffen, welcher auch die EEG-Wellen,
die EMG- und die OEG-Hypnogramme (elektrophysiologische
Schlafabläufe) charakterisiert.
Dabei werden zwei Schlafphasen unterschieden:
Der REM-Schlaf
und der NONREM-Schlaf. Entscheidend
für einen gesunden (normalen) Schlaf
ist der zyklische Ablauf (Abbildung 16) dieser
Hirnfunktion. Beim Einschlafen ist das Vorhandensein
der Alpha- und Thetawellen wichtig.
Abbildung
16:
Hypnogramm eines Gesunden registriert mit
einem ambulanten automatischen Schlafanalysator.
Die Rhythmik der REM-Zyklen ist das entscheidende
Kriterium für die Schlafqualität
Stadien Wach-, Einschlafdauer, ächtliches
Erwachen, REM-Schlaf (von Rapid Eye Movement
= schnelle Augenbewegung abgeleitet)
NONREM-Schlaf = nicht REM-Schlaf
Stadium:
1 Halbschlaf
2 oberflächlicher Schlaf
3 mitteltiefer Schlaf (Delta-Schlaf)
4 Tiefschlaf schlaf (Delta-Schlaf)
Die für die Erholung
des Menschen wichtigsten Stadien sind die
Stadien 3 und 4 des NONREM-Schlafs (Tiefschlaf)
und der REM-Schlaf. Der tiefe Schlaf ist vorwiegend
für die körperliche Erholung verantwortlich,
der REM-Schlaf (Traumschlaf) vorwiegend für
die geistig-emotinelle Erholung sowie für
den Transfer vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis.
Abbildung 17:
Schlafstörungen äußern sich
in einer Dysrhythmie der Schlafprofile
Das erste ist ein normales Schlafprofil,
das zweite is ein gestörtes, unrhythmisches
Schlafprofil.
Zur Psycho-Physiologie
des Schlafs:
Der Schlaf hat eine subjektive
und objektive Komponente, deren Erläuterung
ich in nachfolgendem Schema gebe.
Abbildung
18:
Schematische Darstellung der Schlafkomponenten
